Glossar
Äschenregion
Dort, wo aus einem Bach durch Vereinigung mit Seitenbächen ein kleiner Fluss wird, wo Breite und Tiefe zunehmen und die Strömung geringer wird, wo Stromschnellen und Kaskaden seltener werden, das Gesamtbild des Gewässers ausgeglichener erscheint und ausgedehnte Kies- und Sandbänke das Bild prägen, beginnt die Äschenregion.
Ästuar
Ein Ästuar ist die Trichtermündung eines Flusses (lat: aestuarium = niedere Flussmündung). Ästuarien werden unter dem Einfluss der Gezeitenströme gebildet. Dabei ist es auf der Nordhalbkugel so, dass das Meerwasser bei Flut aufgrund der Corioliskraft am linken Flussufer aufwärts fließt und bei Ebbe am rechten wieder ins Meer zurückgeht. Ästuare erkennt man auch durch den Übergang des Süßwasser zum Salzwasser und durch einen Wechsel der Tier- und Pflanzenwelt vom Flussbereich zum Meer. Flüsse mit Ästuarien sind z. B.: Elbe, Ems, Loire und Weser.
Abflussquerschnitt
Gedachter Querschnitt durch ein Fließgewässer senkrecht zur Fließrichtung.
Abiotische Faktoren
Als abiotisch werden alle Umweltfaktoren zusammengefasst, an denen Lebewesen nicht erkennbar beteiligt sind. Dazu gehören zum Beispiel der geologische Untergrund oder das Klima.
Ablösungszonen
Strömungsarme Stellen, die sich in Fließgewässern hinter dem Scheitel von Querschnittsverengungen (die schmalste Stelle einer Verengung des Flussbetts) bilden, wo Wasser aus einer weitgehend parallel ausgerichteten Strömung in einen verlangsamten Fließzustand übergeht.
Absetzbare Schwebestoffe
Feststoffe, die z.B. mit Abwasser fest-flüssige Gemische (sog. Suspensionen) bilden. Da absetzbare Schwebestoffe eine größere Dichte haben als Wasser, können sie durch Anwendung des Schwerkraftprinzips vom Wasser getrennt werden.
Abwasser
Abwasser ist gebrauchtes Wasser. Es kann aus Haushalten, der Industrie, der Landwirtschaft oder auch aus Zuflüssen von versiegelten Flächen stammen (Regenwasser, das über den Gulli in die Kanalisation fließt). Pro Person fallen in entwickelten Ländern ca. zwischen 50 und 400 I pro Tag an.
abwasserbürtig
Wasser wird abwasserbürtig genannt, wenn es eine Kläranlage durchlaufen hat. Bei Untersuchungen zur Wirksamkeit von Kläranlagen ist es von Bedeutung, dass das untersuchte Wasser auch abwasserbürtig ist und sich nicht mit Zuflüssen von Grund- oder Regenwasser vermischt hat.
Alluviale Kiese
Alluviale Kiese sind Kiese, welche durch Wasser angeschwemmt wurden.
Siehe auch: Diluviale Kiese
Siehe auch: Diluviale Kiese
Altarm
Ein Altarm ist ein Teil eines Flusses, der vorher der Hauptflusslauf war und sich ein neues Bett gesucht hat, oder aber von Menschenhand reguliert wurde. Ein Altarm ist meist ein stehendes, seichtes Gewässer.
Altwasser
Das Altwasser ist ein ehemaliger Mäander, der vom fließenden Gewässer abgeschnitten wurde. Es ist ein wichtiger Lebensraum z.B. für Wasservögel, Amphibien und Libellen.
Überschwemmungen
Von Überschwemmung wird gesprochen, wenn Oberflächengewässer wie Seen, Flüsse oder Bäche durch Schneeschmelze oder lokal intensiven, lang andauernden Regenfällen (Starkregen) ansteigen und das angrenzende Umfeld überfluten, Dämme, Uferbereiche oder Bauwerke unterspülen oder Geschiebe, Schlamm und Schwemmholz auf den überfluteten Flächen ablagern.
Aquatische und amphibische Zone
Zoneneinteilung der Ufervegetation. Die aquatische Zone ist der Bereich der Wasserpflanzen. Die amphibische Zone ist der Bereich, in dem Pflanzen beheimatet sind, die im Wasser wurzeln, aber über die Wasseroberfläche hinauswachsen (z.B. Schilf). Die terrestrische Zone umfasst den Vegetationsbereich, in dem die Pflanzen zwar außerhalb des Gewässers wachsen, jedoch stark durch das Gewässer beeinflusst sind, so z.B. durch häufig wiederkehrende Überschwemmungen.
siehe auch terrestrische Zone.
siehe auch terrestrische Zone.
Atmosphärische Deposition
Atmosphärische Deposition bezeichnet einen Vorgang, bei dem Schadstoffe durch Regenwasser in ein Gewässer eingebracht werden. Die Verunreinigung des Regenwassers rührt seinerseits von Luftschadstoffen her.
Atrazin
Atrazin ist ein Pflanzenschutzmittel, welches bis vor wenigen Jahren flächenhaften in der Landwirtschaft Anwendung fand. Daher kommen Atrazin und sein Abbauprodukt Desethylatrazin bis heute im Grundwasser vor.
Aufhärtung
Wenn Wasser einen geringen Gehalt an Calcium und Magnesium aufweist, verschlechtert sich sein chemisches Verhalten. Bei entsprechend hohen pH-Werten kann auch die Eignung als Trinkwasser verloren gehen. Daher werden weiche Wasser aufgehärtet. Dies geschieht durch Begasung mit Kohlensäure. Ebenso erfolgt eine Anreicherung mit Calcium und Magnesium.
Aufsalzung
Unter Aufsalzung versteht man bei der Abwasserklärung eine nicht gewollte Erhöhung der Salzfracht eines Gewässers. Dies geht auf Salze zurück, die bei der Abwasserreinigung nicht entfernt werden konnten.
Auskolkung
Strömungsbedingte Eintiefung an der Gewässersohle.
Auswaschung
Als Auswaschungen bezeichnet man in der Geomorphologie durch fließendes Wasser verursachte Formen der Erosion, die auch als „fluviale Prozesse“ bezeichnet werden. Das Wasser führt Sand und Steine als Geschiebe mit, das auf das das Flussbett umgebende Gestein wie ein Schleifmittel wirkt. Dadurch entstehen unterschiedliche Talformen, wie Klammen, Schluchten, Canyons, Kerbtäler. In ihnen entstehen durch Strömungshindernisse spezielle mechanische Auswaschungsformen wie Gumpen, Kolken, usw.
Auwald
Der Auwald ist eine Vegetationsform, die entlang Bächen und Flüssen (Flussaue) vorkommt und durch häufige Überschwemmungen geprägt ist. Je nach Häufigkeit von Überflutungen entwickeln sich Weich- oder Hartholzauen. Häufige Überflutungen führen zu Weichholzauen. In Gebieten, die seltener unter Wasser stehen, bilden sich Hartholzauen aus.
Azonale Vegetation
Dabei handelt es sich um Pflanzengesellschaften, die stärker von Bodenverhältnissen (meist Bodenfeuchte) als vom Klima geprägt sind und sich so von der vorherrschenden Vegetation abheben. Auwälder sind ein Beispiel für azonale Vegetation.
Bach
Ein Bach ist ein mal schnell und mal langsam fließendes, nicht sehr breites Fließgewässer. Ein Fließgewässer wird meist dann als Bach bezeichnet, wenn es nicht breiter als 5 Meter ist. Es gibt drei regionale Grundtypen von Bächen: der Gebirgsbach, der Mittelgebirgsbach und der Flachlandbach.
Barbenregion
Ausgeprägte Mäander kennzeichnen in einem naturnahen Fluss oftmals die Barbenregion. In der Gestaltung des Flussbettes werden die Gegensätze zwischen den steilen Erosionsufern (Prallhang) und den flachen Sedimentationsufern (Gleithang) deutlich erkennbar. Die Strömung reicht in der Flussmitte noch aus, um das Geschiebe in Bewegung zu halten; die Gewässersohle besteht daher aus kiesigem bis sandigem Substrat. Am Rand und in den Stillwasserzonen werden Schlammpartikel abgelagert. Das Wasser ist immer, wenn auch schwankend, gut mit Sauerstoff versorgt, die Temperaturen können allerdings im Sommer für längere Zeit 15° C überschreiten.
Belebungsstein
Ein in das Flussbett gesetzter Stein, der infolge seiner Größe die Durchwirbelung des Wassers und damit die Strukturvielfalt erhöht.
Benetzter Umfang
Gesamtlänge des vom Wasser benetzten Bereiches im Flussquerschnitt.
Bermen
Eine Berme ist ein horizontales Stück oder ein Absatz in einer Böschung eines Dammes oder in einem Hang. Sie unterteilt die Böschung in zwei oder mehrere Abschnitte. Eine Berme soll den Erddruck auf den Fuß der Böschung vermindern. Eine Böschung mit steilem Hang und Bermen ist standsicherer als eine durchgehende Böschung ohne Bermen.
Bodenversiegelung
Von Boden-/Flächenversiegelung wird gesprochen, wenn in den Boden kein Niederschlag mehr eindringen kann. Dies führt zum Erliegen vieler Prozesse, die dort normalerweise ablaufen. Besonders der Wasserhaushalt wird hierdurch stark in Mitleidenschaft gezogen, da der Boden nicht mehr als Puffer dienen kann. Durch den gesteigerten Oberflächlichenabfluss und die geringeren Zuflüsse zum Grundwasserreservoir kommt es zu Trinkwassermangel, vermehrten Dürreschäden und stärkerem Hochwasser.
Brackwasser-/ Kaulbarsch-Flunderregion
Die Kaulbarsch-Flunderregion bildet die Mündungsbereiche der Flüsse ins Meer, in der sich Meer- und Süßwasser durch den Gezeiteneinfluss vermischen. In dieser Region sind Fischarten anzutreffen, wie z.B. der Kaulbarsch (Gymnocephalus cernua), die Brackwasser (leicht salzhaltiges Wasser) aber noch kein Meerwasser tolerieren können und Arten wie die Flunder (Platichthys flesus), die nur zur Nahrungssuche diesen Bereich aufsuchen und sonst im Meer leben.
BSB5
BSB5 (biologischer Sauerstoffbedarf) Es wird gemessen, wie viel Sauerstoff die im Abwasser vorhandenen Bakterien innerhalb von 5 Tagen verbrauchen. Ist der Wert hoch, verbrauchen die Bakterien viel Sauerstoff und das Abwasser ist noch nicht gut genug geklärt worden. Der obere Grenzwert liegt in Deutschland bei 40mg/l.
Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG)
Das Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG)aus dem Jahre 1999 stellt eine einheitliche Grundlage für den Schutz von Böden zu ihrem Erhalt als natürliche Lebensgrundlagen dar. Der Anwendungsbereich dieses Gesetzes bzw. der zugehörigen Verordnung (BbodSchV) betrifft Altlastflächen, mögliche Altlastflächen und Sanierungsmaßnahmen, sowie Gefahrenabwehr durch Dekontaminations- und Sicherungsmaßnahmen, Vorsorgemaßnahmen und Prüf- und Messmaßnahmen.
Bundesnaturschutzgesetz
Das Bundesnaturschutzgesetz besagt, dass "die Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts, die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter, die Pflanzen- und Tierwelt sowie die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft als Lebensgrundlagen des Menschen und als Voraussetzung für seine Erholung in Natur und Landschaft nachhaltig (...) (zu sichern) sind" (§ 1 (1) Bundesnaturschutzgesetz). Die Zuständigkeit für Naturschutzfragen liegt bei den Bundesländern. Es besteht eine Rahmengesetzgebungskompetenz des Bundes für den Bereich Naturschutz.
Bypass
Der Begriff Bypass steht für Umgehung, Überbrückung. Er wird meistens gelegt, um einen ständigen Fluss strömender Medien wie zum Beispiel die eines Flussgewässers zu garantieren. Gerade an engen Stellen oder Barrieren, die die Strömung stören, ist ein Bypass sehr hilfreich. Er ermöglicht somit ein ständiges Fließen.
Chemische Abwasserbehandlung
Dies ist ein Überbegriff für eine Art von Reinigungsverfahren, die darauf basieren, dass reaktive Stoffe dem Abwasser beigemischt werden, diese sich mit Verunreinigungen wie Phosphaten, Schwermetallen und schwer oder nicht biologisch abbaubaren organischen Stoffen verbinden und anschließend ausfällen. Darauf hin können sie in Absetzbecken oder mit Filtern aus dem Abwasser entfernt werden.
Chemische Wassereigenschaften
Chemische Wassereigenschaften sind Sauerstoffgehalt, pH-Wert, SBV-Wert, Nährstoff- und Salzgehalt.
Cyprinidenregion
Zusammenfassung der Barben-, Brachsen-, und Kaulbarsch-Flunderregion in der Fließgewässergliederung.
Detritus
Organische Rückstände von abgestorbenen Pflanzen und Tieren, die zunächst durch Abfallfresser (Würmer, Milben), dann durch Mineralisierer (Bakterien, Pilze) zu anorganischen Stoffen abgebaut werden.
Diffuse Quellen
Nicht genau lokalisierbare bzw. flächenhafte Stoffeinträge in Gewässer stammen aus diffusen Quellen. Beispiel hierfür sind z.B. Stoffeinträge aus der Landwirtschaft.
Diluviale Kiese
Diluviale Kiese sind Kiese aus dem Eiszeitalter.
Siehe auch: Alluviale Kiese
Siehe auch: Alluviale Kiese
Drainagen
Unterirdisch verlegte Rohrleitungssysteme, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden, um den Grundwasserspiegel zu senken und dadurch Feuchtwiesen in Ackerland zu verwandeln.
Drainwasser
Aus Drainagesystemen ablaufendes Wasser, das durch den landwirtschaftlichen Einsatz von Dünger sehr stark mit Nährstoffen belastet ist.
Durchfluss
Der Durchfluss ist das Wasservolumen, das in der Sekunde einen Flussquerschnitt durchströmt. Zu den wichtigsten Einflüssen, welche die Abflussverhältnisse verändern können, zählen:
- Wasserkraftwerke
- Hochwasserschutzmaßnahmen (z.B. Regulierungen, Rückhaltebecken)
- Wasserentnahmen und Überleitungen in andere Einzugsgebiete (z.B. für Wasserversorgungszwecke)
- zunehmende Versiegelung, Besiedelung und Straßenbau
- Änderungen in der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung.
Eigendynamische Gewässerentwicklung
Durch Verzicht auf Unterhaltungsmaßnahmen wie Ausbaggern oder Leerräumen geprägte Gewässerpflege, die das Gewässer in einen naturnäheren Zustand zurückführt.
Einzugsgebiet eines Flusses (Flusslandschaften)
Unter Einzugsgebiet versteht man die im Grundriss gemessene Fläche eines Gebietes, welches von Wasserscheiden (Bergen) begrenzt wird.
Eisenocker
Eisen, das über das Drainwasser in Flüsse und Bäche gelangt oxidiert dort zu Eisenocker und führt zur Verschlammung der Porenräume. Die Qualität des Gewässers als Lebensraum wird dadurch sehr negativ beeinflusst.
Erlensaum
Bepflanzung der Uferränder mit Erlen. Dies sorgt für eine ausreichende Beschattung des Wasserlaufs und verbessert so die Wasserqualität.
Erosion
Angriff des Wassers auf Sohle und Ufer mit Materialabtrag.
Euphotisch
Gut durchlichtete Zone im Gewässer, in der noch genügend Licht vorhanden ist, um das Algenwachstum zu ermöglichen.
Eutrophierung
Eutrophierung bezeichnet die Gewässeranreicherung mit Pflanzennährstoffen (Überdüngung). Dies führt im schlimmsten Fall dazu, dass das Gewässer "umkippt", d.h., dass durch den verstärkten Algenwuchs und deren anschließendes Absterben und Verrotten dem Gewässer der lebenswichtige Sauerstoff entzogen wird.
Extensive Bewirtschaftung
Bei der extensiven Bewirtschaftung versucht der Landwirt mit möglichst geringem Aufwand die natürlichen Gegebenheiten der Natur zu nutzen. Die Viehweide ist das wohl bekannteste Merkmal extensiver Landnutzung. Bei extensiver Bewirtschaftung werden größere Flächen benötigt, da die Erträge geringer sind. Durch die geringere Intensität der Nutzung sind die Auswirkungen auf die Natur jedoch oft auch geringer. Viele schützenswerte Landschaften sind auch erst durch extensive Landwirtschaft entstanden.
Faschinen
Faschinen ist ein Oberbegriff für verschiedene Arten von hölzernen Uferbefestigungen. Generell führt die Befestigung der Ufer von Wasserläufen zu einer Verschlechterung der Lebensbedingungen in dem Gewässer, da hierdurch wichtige Nahrungsquellen und Verstecke für Fische vernichtet werden.
Feuchtwiesen
Feuchtwiesen sind Halbkulturformationen, die durch den Mensch und dessen Nutzung entstanden ist. Feuchtwiesen sind Standorte auf Anmoor und Moor und gehören und den an Pflanzenarten reichsten Biotopen Mitteleuropas. Sie müssen zwar bewirtschaftet werden um den Artenreichtum zu erhalten, sind aber streng geschützt.
Fischaufstieg
Wanderung der Fische zu ihren Laichplätzen.
Fischtreppe
Bei Fischpässen oder Fischtreppen werden kleine Wasserbecken gebaut, durch die die Fische den Höhenunterschied zwischen Ober- und Unterwasser überwinden können. Stark künstlich erscheinende Treppen-Anlagen werden in Deutschland seit den 1990er Jahren kaum noch gebaut bzw. aus öffentlichen Geldern gefördert, da sie mit ihren flachen Wasserbecken vor allem Vögeln ideale Futterplätze bieten und somit den wandernden Fischen nicht wie gewünscht helfen und nicht geeignet sind, kleineren Organismen die Überwindung von Hindernissen zu ermöglichen.
Fließgeschwindigkeit
Die durchschnittliche Geschwindigkeit, mit der sich ein Gewässer bewegt. Aus Querschnitt und Fließgeschwindigkeit des Gewässers lässt sich die transportierte Wassermenge berechnen.
Flussaue
Die Flussaue ist der tiefste Bereich eines Tales, der bei Hochwasser überflutet wird.
Flutmulde
Flutmulden sind Kanäle, die nur bei Hochwasser durchflossen werden. Sie werden zum Hochwasserschutz angelegt und sollen verhindern, dass bestimmte Bereiche, wie Stadtgebiete o.ä., nicht überschwemmt werden.
Forellenregion
Die Forellenregion ist durch klares, sauerstoffhaltiges Wasser gekennzeichnet, das sich auch im Sommer selten über 10° C erwärmt. Der Untergrund besteht überwiegend aus grobem Geröll und Kies, da die Fließgeschwindigkeiten in der Regel mehr als 1 m/sec betragen.
Fremdwasser
Wasser, welches unbeabsichtigt in das Abwassernetz gelangt, wird als Fremdwasser bezeichnet.
Frischschlamm
Frischschlamm ist die Vorstufe von Faulschlamm. Dabei handelt es sich um Schlamm, der noch nicht in die Fäulnisphase eingetreten ist.
Furkation
Flussgabelung
Furt
Strömungsbedingte Flachstelle in einem Fließgewässer.
Geschiebe
Das durch die Strömung transportierte Sediment wird als Geschiebe bezeichnet.
Gewässer I/II/III Ordnung
Formale Einteilung von Gewässern anhand deren Größe/Bedeutung für die Wasserwirtschaft definiert wird. Schiffbare Gewässerstrecken werden als Gewässer I. Ordnung eingestuft. Kleinere Flüsse werden als Gewässer II. Ordnung bezeichnet. Bei den Gewässern III. Ordnung handelt es sich um kleine Bäche. Gemessen an den Stromkilometern machen die Gewässer III. Ordnung den Großteil der Gewässerläufe aus.
Gewässerbett
Gewässerbett nennt man die Eintiefung (Rinne, Mulde, Tal) der Landoberfläche, die dauernd oder zeitweise mit Wasser gefüllt ist. Die Ausgestaltung des Gewässerbettes ist weitgehend von der Fließgeschwindigkeit abhängig.
Gewässergüteklasse
In Deutschland gibt es 7 Kategorien der Gewässergüte. Die Einordnung von Fliessgewässern erfolgt anhand von biologischen, morphologischen und chemisch-physikalischen Gewässereigenschaften.
Gewässermorphologie
Wissenschaft, die sich mit den Gestaltungsvorgängen der oberirdischen Gewässer befasst.
Gewässersohle
Zwischen den Ufern liegender Teil des Gewässerbettes
Gewässerunterhaltung
Die Gewässerunterhaltung umfasst die Pflege und Entwicklung eines Gewässers. Es werden darunter Arbeiten am Gewässer verstanden, die z.B. dazu dienen, die Ufer und Uferstreifen möglichst naturnah zu gestalten und zu bewirtschaften, die biologische Wirksamkeit des Gewässers zu erhalten und zu fördern, und den Wasserabfluss zu gewährleisten. In früheren Zeiten wurde ausschließlich auf den Wasserabfluss geachtet und viele Bäche wurden zu diesem Zweck kanalisiert. Hierdurch wurden viele Lebensräume vernichtet.
Gleithang
Der Gleithang befindet sich an der Innenseite des Baches, wo der Bach langsamer ist als am Prallhang und mitgeführtes Gestein ablagert. Der Gleithang ist im Gegensatz zum Prallhang sehr flach.
Grenzschicht
In einer Wasserströmung ein Bereich, in der eine Geschwindigkeitsveränderung eintritt.
Grundräumung
Eine Grundräumung ist vornehmlich eine Unterhaltungsmaßnahme und bezeichnet das Ausbaggern der Gewässerprofile, insbesondere der Sohle.
Grundwasser
Grundwasser ist unterirdisches Wasser, das die Hohlräume der Erdrinde zusammenhängend ausfüllt und dessen Bewegung ausschließlich durch Schwerkraft und die Reibungskräfte bestimmt wird. Die Hohlräume der Erdrinde sind je nach geologischer Beschaffenheit des Untergrunds:
- Poren (Klastische Sedimente und Sedimentgesteine: z.B. Sand, Kies, Schluff)
- Klüfte (Festgesteine: z.B. Granit, Quarzit, Gneis, Sandsteine) oder
- durch Lösung entstandene große Hohlräume (z.B. Kalkstein).
Grundwasserabsenkung
Unter der Grundwasserabsenkung versteht man eine gewollte oder ungewollte Absenkung des Grundwasserspiegels. Die Grundwasserabsenkung kann natürliche Ursachen haben, wenn die wasserführenden Schichten beispielsweise durch Erdbeben verändert werden. Die meisten Änderungen im Grundwasserspiegel ist jedoch menschengemacht, z.B. wenn durch Brunnen mehr Wasser entnommen wird, als der Grundwasserstrom zuführt, ist eine Grundwasserabsenkung unausweichlich.
Grundwasserflurabstand
Grundwasserflurabstand oder Flurabstand ist der Abstand des Grundwasserspiegels von der Geländeoberkante. Ist die obere Begrenzung eines Grundwasserleiters nicht durch undurchlässige Schichten begrenzt, herrschen ungespannte Verhältnisse vor. Ist die obere Grenze ein Grundwassernichtleiter, können gespannte Verhältnisse vorliegen.
Grundwasserleiter
Grundwasserleiter ermöglichen dem Wasser im Boden sich einen Weg durch sämtliches Gestein zu bahnen. Dabei wird verschiedenes Gestein von Wasser durchflutet. Grundwasserleiter können verschiedene Konsistenzen besitzen. So besteht der Porengrundwasserleiter aus Locker- und Festgestein. Hier wird der Porenraum des Gesteins von Grundwasser durchflossen. Der Kluftgrundwasserleiter besteht aus Festgestein, welches Klüfte und Fugen besitzt, wodurch das Wasser fließen kann. Ebenso gibt es den Karst-Grundwasserleiter, der aus Karbonatgesteinen besteht, welcher Verkarstungen besitzt die es dem Wasser ermöglichen, durchzufließen.
Gumpe
Flache Mulde, die insbesondere über ein großes Gefälle abfließende Gebirgsbäche in den felsigen Untergrund fräsen.
Siehe auch: Auswaschungen
Siehe auch: Auswaschungen
Haft- und Kapillarwasser
Als Haft- und Kapillarwasser bezeichnet man Wasser, das entgegen der Schwerkraft im Boden gehalten wird.
Hartholzaue
Eine Hartholzaue ist ein aus Harthölzern (z.B. Buche, Eiche) bestehender Auwald der ein- bis zweimal im Jahr, 20-50 Tage vom Wasser überschwemmt wird. Sie sind meistens am Mittel- und Unterlauf eines Flusses zu finden.
Haushaltsabwasser
Privaten Haushalten entstammende Abwässer, die mit Bade-, Spül- und Waschmittelrückständen, Speiseresten, Exkrementen u.v.m. verunreinigt sind. Nicht über das Haushaltsabwasser entsorgt werden dürfen Problemstoffe, wie z.B. Lösemittel, Lacke, Treibstoffe, Pflanzenbehandlungsmittel, Arzneimittel, u.ä..
Hochwasser
Hochwasser ist eine die normale Höhe übersteigende Wasserführung eines fließenden oder stehenden Gewässers infolge von Niederschlägen oder Schneeschmelze.
Hochwasserschutz
Gewässer werden hauptsächlich zum Zwecke des Hochwasserschutzes "unterhalten", d.h., dass deren Wasserabflusseigenschaften überwacht und erhalten werden. Lange Zeit herrschte der Irrglaube, dass Gewässerbegradigung und -ausbaggerung notwendig für den Hochwasserschutz seien.
Huminstoffe
Huminstoffe sind tote organische Biomasse, die vom Land in die Gewässer geschwemmt werden.
Hydraulik
Hydraulik ist die Lehre der Flüssigkeitsströmungen durch Rohre, Gerinne und Kanälen (angewandte Hydromechanik).
Hydraulische Belastungen
Wasser übt in alle Richtungen einen gleichmäßigen Druck aus. Je tiefer das Wasser, desto höher ist dieser so genannte statische Wasserdruck. Bei fließendem Wasser kommen noch die Kräfte aus der Strömung hinzu, die umso größer sind, je höher die Fließgeschwindigkeit ist.
Hydrobiologie
Hydrobiologie ist die Wissenschaft von den im Wasser lebenden Organismen.
Hydrodynamik
Hydrodynamik ist als Teilgebiet der Strömungslehre (Hydraulik) die Lehre von den Bewegungsgesetzen des Wassers und den dabei wirksamen Kräften.
Hydrogeologie
Hydrogeologie ist ein Zweig der Geologie und befasst sich mit dem Verhalten des Wassers im Untergrund und der Wirkung auf die Erdschichten. Auch die Erschließung von Wasservorräten für die Trinkwassergewinnung fällt hierunter.
Hydrographie
Hydrographie bezeichnet man die Gewässerbeschreibung (Gewässerkunde).
Hydrologie
Hydrologie ist die Wissenschaft vom Wasser mit seinen Erscheinungsformen über, auf und unter der Landoberfläche, seinen Eigenschaften und seinen natürlichen Zusammenhängen.
Hydrostatik
Hydrostatik ist die Lehre vom Gleichgewicht der Kräfte bei ruhenden Flüssigkeiten.
Industrieabwässer
Industrieabwässer haben ihren Ursprung in industriellen Produktionsprozessen. Im Mischklärsystem werden sie gemeinsam mit kommunalen Abwässern geklärt. Ist die Schadstoffbelastung zu hoch oder zu speziell, so kommt nur ein Trennsystem in Frage. Bei einem Trennsystem wird die Abwasserklärung oft schon im Betrieb vorgenommen.
Infiltration
Bezeichnet den Vorgang des Eindringens von Regenwasser in den Boden bzw. in das Grundwasser.
Internationale Flussgebietskommissionen
Da Fließgewässer an Ländergrenzen nicht halt machen und Ereignisse in einem Land auch stets die flussabwärts gelegenen Anrainerstaaten betreffen, wurden Internationale Flussgebietskommissionen gegründet. Vorreiter war hierbei die Internationale Kommission zu Schutz des Rheins (IKSR), die als Konsequenz des Sandoz-Störfalls von 1986 entstand. Später entstand noch die Internationale Kommission zum Schutz von Donau (IKSD), Elbe (IKSE) und Oder (IKSO).
Interstitial
Lebensraum im Hohlraumsystem unter und dicht neben einem frei fließenden Gewässer; die Grenzzone zwischen Oberflächenwasser und Grundwasserbereich.
Jauche
Jauche besteht aus stark wasserhaltige Exkrementen (Harn) mit geringem Feststoffanteil wie Stroh und Futterresten. Jauche darf nur im Rahmen des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes als Dünger eingesetzt werden. Jauche darf nicht - auch nicht indirekt - über Kanalisationen und Kläranlagen in Gewässer eingeleitet werden. Bei Jauche handelt es sich um kotarme Gülle, die als Phosphor- und Kalium-Dünger eingesetzt wird, sie enthält jedoch nur wenig Stickstoff.
Kalisalz
Kalisalz besteht aus Kaliumchlorid und Kaliumsulfat mit Magnesium- und Kalziumverbindungen und wird vorwiegend als Düngemittel eingesetzt. Abwässer, die bei der Aufbereitung von Kalisalzen entstehen, führen zu einer Minderung der Wassergüte und dementsprechend zu einer Beeinträchtigung von Flora und Fauna sowie zu Schwierigkeiten bei der Trinkwassergewinnung.
Kalium
Kalium ist ein Mineral (wichtiger und wertvoller Dünger) und wird in absehbarer Zeit knapp werden. Kalium wäre bei dezentraler Abwasserreinigung mit unbelastetem Klärschlamm wertvolles Recyclingprodukt.
Kanalisation
Die Kanalisation ist ein Leitungsnetz, das der Entwässerung dient. Durch die Kanalisation wird Schmutzwasser aus Haushalten, Industrie- und Gewerbebetrieben und Niederschlagswasser gesammelt abgeleitet und seiner Aufbereitung zugeführt.
Kapillar- und Haftwasser
Als Kapillar- und Haftwasser bezeichnet man Wasser, das entgegen der Schwerkraft im Boden gehalten wird.
Kapillareffekt
Der Kapillareffekt hängt mit der Oberflächenspannung einer Flüssigkeit zusammen. Dabei kann eine Flüssigkeit, die in Verbindung mit einem dünnen Röhrchen (Kapillare) steht, entweder hineingezogen oder verdrängt werden.
Kehrwasser
Von der Hauptströmung nicht erfasster Bereich in Buchten, hinter Uferauskragungen oder Gewässersohlenerhebungen. Es herrscht dort Stagnation oder eine Gegenströmung.
Kies- und Schotterbänke
Als Kies- oder Schotterbänke bezeichnet man längliche Inseln in größeren Flüssen und Bächen. Die von den Flüssen und Bächen mitgeführten Geröll- und Kieselsteine und auch größere Mengen von Sand lagern sich an weniger tiefen Stellen des Flussbettes an. An diesen Stellen herrscht nur wenig oder gar keine Strömung.
Kieslückensystem
Durchströmte Poren- und Zwischenräume in den Steinen des Gewässergrundes
Klärschlammverordnung
Die Klärschlammverordnung (AbfKlärV) aus dem Jahr 1992 (BGBl. I S. 912) enthält Bestimmungen über die Verwendung von Klärschlamm aus Abwasserreinigungsanlagen auf landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Flächen. Vor einer Verwendung muss eine Entkeimung stattfinden. Ebenso dürfen die Konzentrationen bestimmter Schwermetalle nicht zu hoch sein. Die ausgebrachten Jahresmengen werden durch die Klärschlammverordnung ebenso begrenzt wie die Intervalle, in denen eine Ausbringung stattfinden darf.
Kolk
Ein Kolk ist eine Hohlform im Flussbett, die durch Strömungswirbel ausgeschürft wurde. Kolke entstehen besonders an Prallufern, hinter Wurzelstöcken, unter Baumstämmen, hinter Steinen, allgemein an Grobstrukturen.
Kolksteine
Einzelne, große Steine, die auf die Bachsohle gelegt werden. Das Wasser umströmt diese Steine und spült dahinter eine Mulde aus, einen so genannten Kolk. Kolksteine sind also eine Möglichkeit, eintönige Bachläufe mit Strukturen anzureichern und vielfältige Strömungsverhältnisse zu fördern.
Krautlaicher
Krautlaicher sind verschiedene Fischarten wie z. B. Karpfen, Brachse, Hecht, Zander, Schleie, Waller etc. die ihre Eier an Wasserpflanzen ablegen und deswegen hauptsächlich in pflanzenreichen Gewässern zu finden sind.
Krenal
Quellbereich eines Fließgewässers
Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA)
Die Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) wurde 1956 von den für die Wasserwirtschaft und das Wasserrecht zuständigen Ministerien der Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland gebildet. Aufgabe der LAWA ist es, Antworten auf wasserwirtschaftliche und wasserrechtliche Fragen zu erarbeiten und Lösungen für Probleme des Wasserhaushalts größerer Wassereinzugsgebiete zu erarbeiten.
Laichbett
Salmoniden schlagen mit ihren Schwanzflossen Gruben in den kiesigen Untergrund, in die dann später die Eier abgelegt werden. Bei Lachsen und Huchen können diese Laichgruben bis zu 2 Meter breit sein.
Laichkräuter
Laichkräuter sind Wasserpflanzen, die den Fischen als Laichmöglichkeit und Nahrung dienen. Es gibt rund 20 Laichkraut-Arten.
Landeswasserhaushalts-gesetze (LWHG)
Landeswasserhaushaltsgesetze sind die konkreten Ausgestaltungen des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG). Das WHG ist dabei ein Rahmengesetz, welches vom Bund erlassen wird, die LWHGs bewegen sich innerhalb dieses Rahmens und bilden die Rechtsgrundlage für die ausführenden Länderbehörden.
Lebendbauweise
Sichern von Ufern und erosionsgefährdeten Hängen mit Pflanzen oder wuchsfähigen Pflanzenteilen.
Legionellen
Legionellen sind im Boden heimische Bakterien. Bei Temperaturen zwischen 30 und 50°C sind Legionellen auch in der Lage, sich im Wasser zu vermehren (z. B. in Warmwassersystemen, Klimaanlagen). Die Übertragung auf den Menschen erfolgt über die Luft, so dass sie beim Atmen in die Lungen gelangen.
Linienführung
Linienführung eines Fließgewässers ist eine andere Bezeichnung des Stromstrichs. Die Linienführung ist ein morphologisches Merkmal und charakterisiert mit anderen morphlogischen Merkmalen die Gewässerstruktur.
Lithium
Lithium ist ein silberweißes, weiches Alkalimetall, das leichteste aller festen Elemente. Von seinen chemisch-physikalischen Eigenschaften her ähnelt es Natrium. Lithiumreiches Grundwasser gilt als Heilwasser.
Mäander (Flussschlingen)
Der Kleine Mäander und der Große Mäander sind zwei stark gewundene Flüsse in der heutigen Türkei, die den Mäandern der Flüsse und dem gleichnamigen Ornament den Namen gaben. Mäander bezeichnen also die Windungen von Wasserläufen.
Metalimnion
Fachausdruck für die sog. Sprungschicht von Seen. Die Sprungschicht ist der Bereich zwischen Epilimnion (Nährschicht) und Hypolimnion (Zehrschicht), in dem sich die Produktion und der Verbrauch von Biomasse die Waage hält.
Mittellauf / Mittelgebirgsbäche
Beim Eintreten in flachere Landschaften nimmt das Gefälle und damit die Strömung ab. Der Fluss verliert mit der Fließgeschwindigkeit auch an Schleppkraft. Es herrscht ein Gleichgewicht zwischen Erosion und Sedimentation. Inseln und Kiesbänke entstehen, die immer wieder verlagert werden. In solchen Bachabschnitten entsteht durch kleinräumig unterschiedliche Strömungs- und Substratverhältnisse (Kies, Steine, Sand) eine Vielzahl von Kleinlebensräumen. Entsprechend hoch ist die Artenvielfalt.
Mure
Eine Mure ist eine bestimmte Form eines Erdrutsches, bei dem sich Schlamm oder ein Gemisch von Schlamm und Geröll fließend Hang abwärts bewegen.
Nährstoffe
Die für Gewässer relevanten Pflanzennährstoffe sind Phosphor in Form von Phosphaten oder organisch gebundenem Phosphor und Stickstoff als Ammonium und Nitrat.
Nitrat
Salze, die das Nitrat-Ion enthalten, bezeichnet man als Nitrate. Das Nitrat-Ion (NO3-) ist das Anion der Salpetersäure. Nitrate werden in der Landwirtschaft als Düngemittel eingesetzt.
Oberflächenspannung
Die Oberflächenspannung resultiert aus den Kapillarkräften, die zwischen den Molekülen wirken. Die Oberflächenspannung bewirkt z.B. die Tropfenbildung und definiert sich über die Arbeit, welche zur Oberflächenvergrößerung bei Flüssigkeiten benötigt wird.
Oberlauf / Gebirgsbäche
In den Fließgewässeroberläufen der Gebirgsregionen herrschen aufgrund des Gefälles eine starke Strömung und gute Sauerstoffverhältnisse. Die Erosion überwiegt, so dass im Laufe der Zeit enge Täler entstanden sind, in denen der Bach mehr oder weniger gestreckt verläuft. Die Gewässersohle ist steinig, teilweise mit größeren Felsbrocken. Die charakteristischen Tierarten reagieren schon auf kurzzeitigen Sauerstoffmangel empfindlich und sind auf unterschiedliche Weise an die starke Strömung angepasst. Wasserpflanzen und Phytoplankton (frei schwebende Algen) kommen nicht vor.
Oligotroph
Bedeutet, dass ein Gewässer nährstoff- und humusarm ist (Gegensatz: eutroph). Oligotrophe Seen produzieren wenig organische Substanz, besitzen eine große Sichttiefe (bis 10 m) und haben häufig eine blau-grüne Wasserfarbe.
Organoleptische Parameter
Organoleptische Parameter werden Wassereigenschaften genannt, die sensitiv beurteilbar sind: Färbung, Geruch, Geschmack, Trübung. Davon zu unterscheiden sind die physikalisch-chemischen Parameter, wie z. B. ph-Wert oder Leitfähigkeit.
Papierherstellung
Die Papierherstellung ist sehr wasserintensiv. Es können pro hergestellter Tonne Papier bis zu einer Million Liter Wasser verbraucht werden. Das Wasser wird dabei mit dem biologisch kaum abbaubaren Ligninsulfonat belastet.
pathogen
Fachausdruck für krank machend, krankheitserregend.
Pestizide
Sammelbegriff für alle chemischen Schädlingsbekämpfungsmittel. Am häufigsten verwendet werden Insektizide, Herbizide und Fungizide. Viele Pestizide haben unerwünschte Nebenwirkungen. Sie konnten sich in der Vergangenheit in den Nahrungsketten anreichern und Menschen und Tiere beeinträchtigen.
Pflanzenkläranlage
Pflanzenkläranlagen funktionieren, indem in ihnen das Abwasser ohne künstliche Belüftung (d.h. Sauerstoffzufuhr) eine Bodenpassage durchläuft. Von Schilf durchwurzelter Boden oder durch/mit Schilf/Binsen bepflanzte Kies-/Sandschichten fungieren sowohl als mechanischer Filter als auch durch die in den Filterschichten vorhandenen Mikroorganismen, die Schadstoffe auf biologische Weise abbauen. Pflanzenkläranlagen sind mit Sumpfpflanzen (Schilf/Binsen u. a.) bestückt, da diese die beste Reinigungswirkung aufweisen.
Pflanzenmahd
Das Abmähen des Pflanzenbewuchses eines Gewässerlaufs in dessen Gewässersohle und/oder dessen Uferbereich.
Porenraum
Der Porenraum ist der Bereich neben und unterhalb des Bachbettes, der kleine Hohlräume enthält. Wird dem Wasserlauf z.B. durch Ausbaggerung, Drainwasser oder Erosion unnatürlich viel Sediment zugeführt, versanden diese Hohlräume und gehen als Laich- und Lebensraum verloren (vgl. Interstitial).
Prallhang
Als Prallhang bezeichnet man das kurvenäußere Ufer eines Flusses, das durch die hier stärkere Strömung abgetragen wird. Der Prallhang ist steiler ausgeprägt als der gegenüberliegende Gleithang.
Punktquellen
Örtlich genau lokalisierbare Quellen von Schadstoffeinträgen wie z.B. Fabriken, Mastanlagen o.ä.
Pyrit
Pyrit oder Schwefelkies ist das klassische "Narrengold". Durch den Einsatz von Drainagen wird das im Boden enthaltene Pyrit oxidiert und setzt seine Eisenanteile frei. Über das Drainwasser gelangt dieses Eisen dann in die Gewässer und bildet dort Eisenocker, was zu Verschlammung führt.
Räuber
Ernährungstyp wirbelloser Tierarten in Fließgewässern; Räuber ernähren sich von lebenden Tieren (z. B. Libellenlarven, große Steinfliegenlarven, Egel).
Rausche
Rauschen sind flache, leicht abschüssige Abschnitte in Fließgewässern mit stärkerer Strömung. Die Gewässersohle besteht hier vorwiegend aus Geröll.
Refugialräume
Refugialräume Rückzugsräume für Lebewesen, um eine extreme Belastung zu über-dauern, z.B. im Fall eines Hochwassers oder einer starken Abwasserbelastung. Da-nach treten die Tiere aus den Refugialräumen hervor und besiedeln das Gebiet erneut.
Renaturierung
Der Begriff Renaturierung steht für die Rückführung eines ausgebauten Gewässers in einen natürlichen bzw. sehr naturnahen Zustand.
Resuspension
Das Rückführen von Sedimentpartikeln und Schadstoffen in den Wasserkörper, verursacht durch Strömungen, Aktivitäten von Organismen oder Sedimentbeeinflussung durch menschliche Aktivitäten.
Retentionsfläche
Die Fläche im Seitenbereich einer Flussaue, in der bei Überflutungen ein Teil des Wassers zwischengespeichert wird. Dies führt dazu, dass das Wasser flussabwärts langsamer steigt. Die Hochwasserwelle wird verzögert und verläuft flacher. Die Retention ist um so größer, je geringer das Gefälle ist.
Rieselwiesen
Rieselwiesen sind Wiesen, denen zum Zweck der Bewässerung ein bestimmtes Profil gegeben wurde. Auf Rieselwiesen wurde Erdreich in Reihen zu etwa 30-50 cm Höhe aufgehäuft. Auf dem Kopf der Reihen ließ man das Wasser in Bewässerungsrinnen entlang laufen. Da Wiesen mit einem solchen Profil nicht maschinell bearbeitbar sind, verschwand diese Bewirtschaftungsform nach dem Zweiten Weltkrieg. Heutzutage sind solche Wiesenflächen schützenswerte Biosphären.
Salamanderregion
Quellbereich eines Wasserlaufes. Aufgrund der hier beheimateten Salamanderarten wird dieser Bereich auch Salamanderregion genannt.
Salmonidengewässer
(Salmoniden = lachsverwandte Fische)
Salmonidengewässer sind Gewässer, in denen das Leben von Fischen Art wie Lachse (Salmo salar), Forellen (Salmo trutta), Äschen (Thymallus thymallus) erhalten wird oder erhalten werden könnte.
Salmonidengewässer sind Gewässer, in denen das Leben von Fischen Art wie Lachse (Salmo salar), Forellen (Salmo trutta), Äschen (Thymallus thymallus) erhalten wird oder erhalten werden könnte.
Sandfang
Ein Bauwerk, das zur Abscheidung von Sand und Kies aus dem Wasser dient. Es besteht aus einem Becken mit großem Querschnitt, das vom Wasser nur langsam durchflossen wird.
Saprobie
Die Saprobie ist ein Verfahren zur Bestimmung der Gewässergüte und an Hand von Saprobien. Saprobien sind Tiere und Pflanzen, die sehr eng an bestimmte Zonen stärkerer oder geringerer organischer Verunreinigung gebunden sind. Sie eignen sich als Indikatoren, das heißt sie sind Leitorganismen, deren Auftreten an eine Gewässergüteklasse gebunden ist.
Sauerstoffzehrung
Als Sauerstoffzehrung bezeichnet man den Verbrauch von Sauerstoff beim Abbau von organischen Bestandteilen durch Mikroorganismen in Gewässern.
Saurer Regen
Durch Schwefeldioxid (SO2) und Stickoxide (NOx), welche bei fossilen Verbrennungen entstehen, ergibt sich zusammen mit Sauerstoff und Wasserdampf der Atmosphäre schweflige Säure oder Salpetersäure. Dies führt im Regenwasser zu pH-Werten von 4 und weniger . Der Säureeintrag verursacht z.B. Baum- und Fischsterben oder auch Schäden an historischen Kalk- und Sandsteinbauten.
Schadstoffquellen
Für Fließgewässer relevante Schadstoffquellen sind zum einen die Landwirtschaft und durch atmosphärische Schadstoffe belastetes Regenwasser (diffuse Quellen) und zum anderen Industriebetriebe, Mastbetriebe u.ä. (punktuelle Quellen).
Schwall
Fortschreitende Hebung des Wasserspiegels in einem offenen Gerinne durch plötzliche Vermehrung des Zuflusses oder durch plötzliche Verminderung des Abflusses.
Schwermetalle
Sammelbezeichnung für Metalle mit einer Dichte von über 4,5 g/cm3. Es handelt sich dabei oft um bioakkumulative Substanzen. Dies ist problematisch bei giftigen Schwermetallen wie z.B. Cadmium, Quecksilber oder Blei.
Sedimentation
Als Sedimentation bezeichnet man das Ablagern von Schwebstoffen aus Flüssigkeiten. Dieser Prozess spielt sowohl in natürlichen Fließgewässern wie auch in der Abwasseraufbereitung eine wichtige Rolle.
Sedimentfresser/Filtrierer
Ernährungstyp wirbelloser Tierarten in Fließgewässern; Sedimentfresser/Filtrierer ernähren sich von feinpartikulären, organischen Stoffen wie zerkleinertem Pflanzenmaterial (Detritus), Bakterien, lebenden Algen. Sedimentfresser sammeln die Nahrungspartikel aus dem Sediment auf (z. B. Epherma und einige andere Eintagsfliegenlarven); Filtrierer fangen schwebende Nahrungspartikel aus dem freien Wasser ein (z. B. Köcherfliegenlarve, Hydropsyche, Muscheln, viele Mückenlarven).
Selbstreinigung
Selbstreinigung ist die Fähigkeit eines Systems oder Gegenstand, sich selbstständig und ohne äußere Eingriffe von Verschmutzungen zu befreien. Die Selbstreinigung biologischer bzw. ökologischer Systeme ist die Fähigkeit, selbstständig mit dem Eintrag umweltfremder bzw. umweltschädlicher Stoffe fertig zu werden.
Sohlabsturz / Sohlgleiten
Sohlabstürze bzw. Sohlgleiten sind quer zur Strömung und unter dem Wasserspiegel liegende Regelbauwerke im Wasserbau, welche die Tiefenerosion der Bachsohle begrenzen sollen.
Sohlschwelle
Quer zur Strömungsrichtung verlaufende Aufschüttung von Steinen in einem Flussbett, um die Strömung zu verlangsamen oder einen Bereich erhöhter Wasserturbulenz ("Rausche") zu erzeugen.
Staulinie
Verlauf des Wasserspiegels in Gewässern bei gestautem Abfluss.
Stickstoffanzeiger
Stickstoffanzeiger sind Saprobien für Stickstoff, d.h., Pflanzen, deren Vorkommen bei bestimmten Stickstoffkonzentrationen typisch ist.
Stillwasserbereiche
Stillwasserbereiche, auch stehende Gewässer genannt, werden durch ihre Größe und Tiefe unterschieden. Stillgewässer sind z.B. Tümpel, Weiher, Lachen oder Teiche.
Strömungslenker
Strömungslenker sind in Gewässer eingebrachte Hindernisse, die dazu dienen sollen, einem begradigten Gewässerlauf eine mäandrierende Form zurück zu geben. Um dies zu erreichen, werden diese Hindernisse abwechselnd links- und rechtsseitig in einem Abstand, welcher der 5 bis 7-fachen Bachbreite entspricht, angelegt.
Strömungsschatten
Der Strömungsschatten ist (analog zum Windschatten) der Bereich hinter einem Hindernis, in dem die Strömung geringer ist, da sie durch das Hindernis abgeschirmt wird.
Stromstrich
Der Stromstrich ist die Verbindungslinie der Punkte mit der größten Fließgeschwindigkeit an oder wenig unter der Oberfläche eines Fließgewässers.
Sunk
Fortschreitende Senkung des Wasserspiegels in einem offenen Gerinne durch plötzliche Verminderung des Zuflusses oder Vermehrung des Abflusses.
Tümpel
Tümpel sind flache Süßwasseransammlungen mit stark schwankenden Wasserständen.
Talform
Talform bedeutet umgangssprachlich Talquerschnitt, dies ist ein vorgestelltes Aufschneiden eines Tales. Talformen sind z.B. Canyon, Schlucht, Klamm etc.
Talsperre
Eine Talsperre ist eine Anlage zum Aufstauen von Fließgewässern. Im Gegensatz zu einem Wehr, das nur den Querschnitt eines Wasserlaufes auf dessen Breite abschließt, schließt eine Talsperre den Querschnitt eines gesamten Tals ab. Der Stauraum dient als Wasserspeicher.
TDS
Der TDS-Wert (Abkürzung für die englische Bezeichnung Total dissolved solids) gibt die Summe der gelösten Salze im Wasser an. Die gebräuchliche Einheit ist mg/l (Milligramm pro Liter).
Tenside
Tenside sind Stoff, welche die Oberflächenspannung des Wassers herabsetzen und so die Schmutzlösung fördern. Tenside werden in vielen Bereichen angewendet. Die Schaumberge auf Flüssen, die man aus den 50er Jahren kennt, wurden durch in Waschmitteln enthaltene Tenside hervorgerufen. Der Grund dafür lag in ihrer geringen Primärabbaubarkeit. Seit Verabschiedung des Detergentiengesetzes im Jahr 1961 besteht dieses Problem nicht mehr. Harte Tenside sind nur in unzureichendem Maße biologisch abbaubar.
Terrestrische Zone
Die terrestrische Zone umfasst den Vegetationsbereich, in dem die Pflanzen zwar außerhalb des Gewässers wachsen, jedoch stark durch das Gewässer beeinflusst sind, so z.B. durch häufig wiederkehrende Überschwemmungen.
siehe auch aquatische und amphibische Zone.
siehe auch aquatische und amphibische Zone.
TIC
Unter TIC versteht man den gesamten organisch gebundenen Kohlenstoff im Wasser. Englisch: Total inorganic carbon
Tiefengrundwasser
Tiefengrundwasser ist Grundwasser in den tieferen Schichten der Erdrinde, das eine weiträumige Überlagerung durch Deckschichten, eine lange Aufenthaltsdauer und meist besondere physikalisch-chemische Eigenschaften aufweist. Es ist nicht so sehr die Tiefenlage, sondern vor allem die sehr gering durchlässige dichte Überdeckung und die lange Verweilzeit im Untergrund, die für die Dynamik des Tiefengrundwassers von ausschlaggebender Bedeutung sind.
TOC
Unter TOC versteht man die Summe des organisch gebundenen Kohlenstoffs im Wasser. Englisch: Total organic carbon
Todwasserzone
Bereich in einem Gewässer, der nicht vom Durchfluss erfasst wird.
Totholz
Totholz ist ein wichtiger gewässerökologischer Faktor, der das Erscheinungsbild natürlicher Fließgewässer maßgeblich bestimmt. Im Rahmen der Gewässerunterhaltung wird Totholz oft aus dem Gewässerlauf entfernt und so die Lebensbedingungen in dem Gewässer verschlechtert. Durch die Veränderung der Morphologie, des Abflussverhaltens, des Stoffhaushaltes und der Besiedlung hat Totholz Einfluss auf alle wichtigen Systembausteine des Ökosystems von Fließgewässern.
Treibhauseffekt
Der Treibhauseffekt in der Atmosphäre kommt dadurch zu Stande, dass klimarelevante Spurengase (CO2 oder CH4) oder auch Wolkenformationen in der Troposphäre Infrarotstrahlung absorbieren bzw. reflektieren, wodurch die nächtliche Abkühlung reduziert wird. Die Schicht der klimarelevanten Spurengase und Wolken fängt also, wie die Glasscheiben eines Treibhauses, Sonnenenergie ein, indem sie Sonnenlicht durchlässt und Infrarotstrahlung zurückhält. Aufgrund dieser Analogie wird der Effekt Treibhauseffekt genannt. Sind die Klimagase vom Menschen, z.B. durch Verbrennung fossiler Energieträger in die Atmosphäre gebracht worden, so spricht man vom anthropogenen Treibhauseffekt.
Trittsteine
Sogenannte Trittsteine sind Biotope kleineren Ausmaßes, die zwei oder mehrere große Schutzgebiete miteinander 'verbinden'. D.h., dass es bestimmten Arten ermöglicht wird, von einem Schutzgebiet in das nächste zu wandern, indem sie die dazwischen gelegenen Trittsteine sozusagen als Rastplätze nutzen und so von Trittstein zu Trittstein springen.
Trophie
Die Trophie ist ein Maß für die Stärke des Pflanzenwachstums im Gewässer. siehe Eutrophierung und oligotroph
Ufer
Als Ufer wird der Streifen Land zwischen einem stehenden oder fließenden Gewässer (Seen und Flüsse) und dem eigentlichen Festland bezeichnet.
Umgehungsgerinne
Ein Umgehungsgerinne ist ein künstlich angelegter Bachlauf um ein Wanderungshindernis (z.B. eine Staustufe oder ein Wehr) herum. Der Unterschied zu einer Fischtreppe besteht darin, dass ein Umgehungsgerinne keine Sohlstürze enthält und so angelegt wird, dass Fische sich vor hungrigen Vögeln verstecken können.
Unterirdisches Wasser
Unterirdisches Wasser ist Wasser in den Hohlräumen der Erdrinde. Die Erdrinde besteht aus verschiedenen Gesteinen, Sedimenten und Böden. Geologische und bodenkundliche Karten zeigen die räumliche Verteilung der Gesteinsarten und Bodentypen.
Einteilung des unterirdischen Wassers: 1. nach seinem Vorkommen in den Hohlraumarten:
Einteilung des unterirdischen Wassers: 1. nach seinem Vorkommen in den Hohlraumarten:
- Porengrundwasser
- Kluftgrundwasser
- Karstgrundwasser
- Haft- und Kapillarwasser
- Tiefengrundwasser
- Heil-, Mineral- und Thermalwasser
Unterlauf / Flachlandbäche
Im Unterlauf bis zur Mündung fließt das Wasser dann durch flaches Land. Das Gefälle ist gering. Sedimentationsvorgänge überwiegen. Durch Seitenerosion entstehen weite Mäander mit Abtrag an den Prall- und Anlandungen an den Gleitufern.
Flüsse und Bäche des Flachlandes haben eine geringe Strömung, das Wasser ist nährstoffreicher, die Gewässersohle besteht vorwiegend aus feinem Substrat (Sand, aber auch größeren Anteilen organischen Materials). Flachlandbäche haben darüber hinaus natürlicherweise meist auch kiesiges Substrat, das jedoch häufig überdeckt sein kann. Wasserpflanzen und Phytoplankton (frei schwebende Algen) können sich aufgrund der geringen Strömung gut entwickeln.
Flüsse und Bäche des Flachlandes haben eine geringe Strömung, das Wasser ist nährstoffreicher, die Gewässersohle besteht vorwiegend aus feinem Substrat (Sand, aber auch größeren Anteilen organischen Materials). Flachlandbäche haben darüber hinaus natürlicherweise meist auch kiesiges Substrat, das jedoch häufig überdeckt sein kann. Wasserpflanzen und Phytoplankton (frei schwebende Algen) können sich aufgrund der geringen Strömung gut entwickeln.
Urstromtal
Urstromtäler wurden in einzelnen Stadien der Eiszeit am Rande des skandinavischen Inlandeises gebildet und sind durch eisrandparalleles, abfließendes Schmelzwasser entstanden. Eine schwache Neigung der Landschaft im Norddeutschen Tiefland und Polen von Süden nach Norden verursachte, dass das von Skandinavien kommende Inlandeis gegen ansteigendes Gelände stieß. Somit konnte das Schmelzwasser nur eine kurze Strecke Richtung Süden fließen und suchte sich einen Weg, parallel zum Eisrand, Richtung Nordseebecken.
Sie sind häufig von Kies und Sand gekennzeichnet. Weitere Merkmale sind eine tischebene Talsohle mit flachen und niedrigen Talhängen.
Sie sind häufig von Kies und Sand gekennzeichnet. Weitere Merkmale sind eine tischebene Talsohle mit flachen und niedrigen Talhängen.
Verdunstung
Verdunstung ist der Übergang des flüssigen Wassers in seine dampfförmige Phase. Neben Temperatur und Strahlung sind auch Wind und Turbulenzen für das Ausmaß der Verdunstung maßgebend.
Verrohrung
Verrohrung bezeichnet die Verlegung eines Baches in ein unterirdisches Rohrsystem. Sind solche verrohrten Gewässerabschnitte nicht zu lang und ohne Wanderungshindernisse, starkes Gefälle und mit einer ausreichenden Wassertiefe gestaltet, kann der Oberlauf des Baches trotzdem als Lebensraum erhalten werden.
Wasserblüte
Explosionsartige Vermehrung einzelliger Algen wird als Wasserblüte bezeichnet. Sie wird durch den Nährstoffeintrag (Eutrophierung) wie Kohlenstoff-, Stickstoff- und Phosphorverbindungen sowie hohe Temperaturen und überdurchschnittliche Lichteinstrahlung ausgelöst. I.d.R. ist der hohe Nährstoffeintrag auf die Überdüngung durch die Landwirtschaft zurück zu führen. Die Ausscheidungen einiger Algenarten haben für Fische eine giftige Wirkung. Die Trinkwassergewinnung oder das Baden in solchen Gewässern wird durch die Wasserblüte beeinträchtigt oder unmöglich.
Wassercharta
Die Europäische Wassercharta ist ein 1968 vom Europarat ausgearbeitetes Dokument, welches die Sicherung der Wasserversorgung als ein internationales Problem beschreibt und empfiehlt, Ab- und Brauchwasser soweit wie möglich in geschlossenen Kreisläufen zu halten.
Wasserdargebot
Wasserdargebot ist ein Begriff für die Menge an nutzbarem Süßwasser welche innerhalb einer bestimmten Periode aus dem natürlichen Wasserkreislauf zur Verfügung steht. Das Wasserdargebot der Bundesrepublik Deutschland beträgt im Durchschnitt ca. 164 Milliarden Kubikmeter im Jahr.
Wassereinzugsgebiet
Unter einem Wassereinzugsgebiet versteht man entweder eine Fläche, deren enthaltenes Grundwasser einen Brunnen oder eine Quelle speist oder ein Gebiet, welches durch einen bestimmten Wasserlauf entwässert wird.
Wasserhärte
Die Wasserhärte ist ein Maß für den Gehalt an gelösten natürlich vorkommenden Calcium- und Magnesiumverbindungen im Wasser.
Wasserhaushaltsgesetz (WHG)
Das Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts - Das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) wurde 1957 erlassen und 1992 zuletzt geändert. Kernbestandteil des WHG ist die Aussage, dass Gewässer als Bestandteil des Naturhaushalts so zu bewirtschaften sind, dass sie dem Wohl der Allgemeinheit und im Einklang mit ihm auch dem Nutzen einzelner dienen und dass jede vermeidbare Beeinträchtigung unterbleibt.
Wasserkreislauf
Unter Kreislauf versteht man den Weg, den das Wasser über den atmosphärischen Wasserdampftransport zum Land nimmt, um dort als Niederschlag auf die Erdoberfläche zu fallen und in den Gewässern zum Meer zurückzufließen.
Die mittleren Verweildauern der Wassertropfen in einzelnen Stationen sind:
Die mittleren Verweildauern der Wassertropfen in einzelnen Stationen sind:
- Atmosphäre: 8-10 Tage
- Pflanzen: 7 Tage
- Seen: Tage bis Jahre
- Grundwasser: bis zu Zehntausenden von Jahren
- Eis/Gletscher: 10 Jahre bis zu Zehntausenden von Jahren
- Ozeane: mehr als 4000 Jahre
Wasserrahmenrichtlinie
Richtlinie des Rates zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik - Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)
Wasserscheide
Die Wasserscheide ist die Trennungslinie zwischen den Einzugsgebieten von zwei Gewässern.
Wasserstand
Der Wasserstand wird am Pegel gemessen und in cm angegeben. Je nach den örtlichen Gegebenheiten verwendet man Lattenpegel, Schrägpegel und Treppenpegel.
Wasserwechselzone
Bereich eines Gewässers mit häufig wechselnden Wasserständen
Wehr
Ein Wehr ist eine künstlich hergestellte Stauanlage in fließenden Gewässern, die mit festen oder beweglichen Verschlussmechanismen ausgestattet ist und z. B. der Anhebung des Wasserstands dient.
Weichholzaue
Die Weichholzaue ist ein direkt an ein Flussufer grenzender, überwiegend aus Weichhölzern (z.B. Weiden, Pappeln) gebildeter Auwald, der häufig überschwemmt wird. Dort sind die Pflanzen regelmäßig mechanischen Belastungen durch Strömung und Eisgang ausgesetzt. In Mitteleuropa wird diese Waldform hauptsächlich von ver-schiedenen Weiden, Erlen und Pappeln gebildet.
Weidegänger
Ernährungstyp wirbelloser Tierarten in Fließgewässern; Weidegänger weiden den Aufwuchs (Algen und Bakterien) von Steinen und anderen Hartsubstraten ab (z.B. Eintagsfliegenlarve Ecdyonurus, viele Köcherfliegenlarven, Schnecken).
Wellenlänge
Unter der Wellenlänge eines Fließgewässers versteht man die Strecke innerhalb derer dessen Mäander eine Links- und eine Rechtskurve (also eine S-Form) vollziehen. Die Wellenlänge ist generell 10-14 mal so lang wie die Breite des Wasserlaufs.
Wirbellose
Als Wirbellose bezeichnet man alle Tiere ohne eine Wirbelsäule.
WTO
Die Welthandelsorganisation, kurz WTO (für englisch: World Trade Organization), ist eine internationale Organisation mit Sitz in Genf, die sich mit der Regelung von Handels- und Wirtschaftsbeziehungen beschäftigt.
Zerkleinerer
Ernährungstyp wirbelloser Tierarten in Fließgewässern; Zerkleinerer ernähren sich von Falllaub und anderem groben organischen Material, das noch zu zerkleinern ist (z.B. Bachflohkrebs, Wasserassel).

